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In einem Claymation-Workshop an der FH Hagenberg unter Jürgen Hagler machten wir erste Erfahrungen in der Erstellung des Unterbaus für den Clay-Charakter.

Vor diesem Workshop war unser Workflow1: mit Digitalkamera Fotos schiessen (Fotoapparat über Laptop gesteuert) und die neue Einstellung mit der vorhergehenden vergleichen mittels Striche die wir am Kontroll-Fernseher aufgezeichnet haben (grob die Konturen des Charakters) - kling mühselig und war es auch.

Effizienter war das Arbeiten mit Onion-Skinning: das Tool "StopMotion Pro" benötigt eine Kamera mit Firewire Schnittstelle die uns von der FH zur Verfügung gestellt wurde. Somit konnten wir nun am Laptop die aktuelle Einstellung mit dem vorher gespeicherten Bild überblenden und den Bewegungsablauf verfeinern. Für die Interaktionsszenen arbeiteten wir in diesem Tool mit Rotoscoping (eine 3D-Animation mit Dummy Charakteren wurde rausgerendert und anhand dieser orienierten wir uns bei der Claymation.

Ein "Produkt" der Testphase ist hier zu sehen (war eine Versuchspuppe mit Aluminium und Blumendraht - noch mit Workflow 1).

Wir arbeiteten übrigens mit 12fps und verlängerten die einzelnen Szenen dann in Avid.



Nach Planung des Unterbaus gings darum die Aluminiumröhren und die Drahtstücke (die wir als Gelenke verwendeten) zuzuschneiden.
Außerdem musste der Clay weichgeknetet werden - was sehr lustig war ;-)
Die Aluminiumröhren und die Drahtstücke mittels Heissklebepistole vereinen - den Clay auf das Gestell kneten und fertig war der erste Prototyp!
Dieser begann jedoch bereits in der Herstelungsphase zu schwächeln.
Nachdem wir die Gelenke immer häufiger durch hohe Belastung beleidigten und die Gelenksbrüche unseren Herstellungsplan gefährdeten, entschieden wir uns für eine stabilere Variante.
 
Jetzt konnten wir richtig loslegen mit animieren (das rechte Bild zeigt das Onion-Skinning: die Überblendung des Echtzeit-Bildes mit dem zuletzt aufgenommenen Bild).
Hier ein Bild einer 3D-Dummy Animation - diese überblendeten wir mit dem Echtzeit-Bild (die Animation quasi als Ersatz für das vorher geschossene Bild) und erstellten somit den StopMotion-Part für die Interaktionsszenen (meist mussten diese 3D Animationen noch leicht an die gelieferte Claymation angepasst werden).
Das Endergebnis.



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